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Themen der Zukunfts-Schmiede:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe FASD-Community,
junge Menschen mit der nicht-sichtbaren Behinderung FASD und ihre Bezugspersonen erle-
ben häufig, dass sie nicht in gängige gesellschaftliche Schablonen passen. Gerade deswegen
gilt es, ihnen Räume für ein gutes, möglichst selbstbestimmtes Leben zu eröffnen - mit ihren
Wünschen, ihren Möglichkeiten und ihren ganz eigenen Ressourcen.
Für Fachkräfte und Bezugspersonen bedeutet das einen Perspektivwechsel - sich von nor-
mativen Erwartungen zu verabschieden, die festlegen, wie „Erfolg“ auszusehen hat: Schulab-
schlüsse, Berufskarrieren, lineare Lebensläufe. Stattdessen gilt es, aus den Augen des jungen
Menschen mit FASD zu schauen: Welche Kompetenzen bringt er mit? Was braucht er, um sei-
ne Stärken zu entfalten? Wie möchte er Leben, Lernen, Arbeiten und Freizeit verbringen? Nur
so können wir gemeinsam Wege finden, die nicht einem „gesollten Leben“ entsprechen, son-
dern einem gewollten Leben – einem Leben, das zufrieden macht und Teilhabe ermöglicht.
Zukunft braucht Begleitung und gemeinsame Verantwortung
Unsere diesjährige FASD-Zukunfts-Schmiede - das Jubiläums-Format unserer Fachtagungs-
Reihe – fokussiert konkrete Themenfelder: Lebenswelten, gemeinsame Verantwortung, Ent-
wicklungs-Verstehen, guten Lernbedingungen sowie gelingende Übergänge. Wo stehen wir
heute mit unserem FASD-Wissen, unseren pädagogischen Haltungen und den bestehenden
Strukturen? Und was braucht es künftig, um Unterstützungsangebote weiterzuentwickeln
und Teilhabe für junge Menschen mit FASD nachhaltig zu ermöglichen?
Diese Zukunfts-Perspektiven möchten wir mit Ihnen gemeinsam erarbeiten. Ziel ist es,
Erfahrungen aus der Praxis, fachliche Expertise und unterschiedliche Perspektiven zu-
sammenzuführen, um tragfähige Impulse für eine zukunftsorientierte, inklusive Weiter-
entwicklung der Jugendhilfe zu gewinnen.
Ein besonderes Highlight der Tagung ist die Premiere unseres neuen Films „Anders stark“. Hier
gewähren junge Menschen mit FASD Einblick in ihre Lebenswelt, sprechen über ihre Wünsche
und Vorstellungen von Teilhabe. Dieser Film gibt ihnen eine Stimme – und uns die Chance, zu
lernen, was es bedeutet, ein gewolltes Leben zu führen.
Lassen Sie uns gemeinsam eine pädagogische Zukunft schmieden. Damit Teilhabe dort be-
ginnt, wo wir nicht mehr fragen: „Was fehlt?“, sondern: „Was ist möglich?“
Wir freuen uns auf Sie!
Herzliche Grüße,
Lydia Richter